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Sonnenschutz: So wird das Zuhause nicht zur Hitzefalle

Frankfurt (Main), 21.05.2026. Wenn draußen die Luft über Straßen und Dächern flimmert, heizt die Sommersonne auch die Wohnung auf. Kühlen die Räume selbst nachts nicht mehr richtig ab, wird das Zuhause dann zur unangenehmen Hitzefalle. Doch die Sommerhitze lässt sich mit ein paar einfachen Maßnahmen lindern, oft ganz ohne Klimaanlage. Welche Maßnahmen das sind, erklärt der Verband Fenster + Fassade (VFF).

Sonnenschutz am besten draußen

Die Sommerhitze heizt Räume besonders dann auf, wenn die Sonnenstrahlen ungehindert aufs Fenster treffen. Also schützt diejenige Maßnahme am besten, die eine Barriere zwischen Sonne und Fenstern herstellt. Dafür eignen sich außenliegende Raffstore, Rollläden oder Markisen. Wie das funktioniert, erklärt VFF-Geschäftsführer Frank Lange: „Außenliegende Sonnenschutzsysteme wirken wie ein Hitzeschild. Sie halten bis zu 90 Prozent der Sonnenwärme vom Innenraum ab und verhindern damit eine übermäßig starke Aufheizung der Räume. Innenliegende Vorhänge oder Rollos hingegen sind dementsprechend weniger effektiv, weil die Sonnenwärme zunächst durch die Fensterscheibe nach innen gelangt und sich anschließend zwischen Fenster und Vorhang stauen kann.“

Automatik schützt besser vor Hitze

Werden außenliegende Verschattungen erst geschlossen, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, haben sich die Räume bereits aufgeheizt. An heißen Tagen ist es deshalb sinnvoll, Raffstore und Rollläden frühzeitig herunterzufahren, bevor die Sonnenstrahlen direkt auf das Fenster treffen. Je nach Ausrichtung des Fensters kann das schon in den frühen Morgenstunden der Fall sein.

Am zuverlässigsten funktioniert der Sonnenschutz deshalb, wenn die Steuerung dem Smart Home überlassen wird. Mit den entsprechenden Sensoren ausgestattet, kann die Schaltzentrale nämlich selbstständig auf Sonneneinstrahlung, Temperatur und Witterung reagieren und den Sonnenschutz sofort herunterfahren, sobald es nötig ist.

Wie viel die smarte Steuerung ausmacht, zeigt eine aktuelle Studie. Ist die Steuerung automatisiert, liegt die Zahl der Stunden im Jahr, in denen sich ein Raum über unangenehme 26 Grad aufheizt, nur halb so hoch wie bei manuell bedientem Sonnenschutz.

Nachts lüften gegen Hitzestau

Die heiße Luft des Tages sollte abends, wenn die Sonne untergegangen ist, aus der Wohnung geschafft werden. Am effektivsten erweist sich dabei das Querlüften. Dafür werden zwei gegenüberliegende Fenster weit geöffnet. Mit dem Luftzug entweicht dann auch die tagsüber gespeicherte Wärme aus den Räumen und dem Mauerwerk. Das schafft Puffer, damit das Gebäude die Sonnenwärme am nächsten Tag erneut aufnehmen kann, ohne dass sich die Räume so schnell aufheizen.

Braucht man eine Klimaanlage?

Klimaanlagen sorgen ebenfalls für Abkühlung, sind aber durch den Stromverbrauch teuer im Betrieb. Außenliegender Sonnenschutz arbeitet dabei effizienter und nachhaltiger. Denn je weniger Hitze ins Haus gelangt, desto weniger muss eine Klimaanlage kühlen. Oft kann sie sogar ganz entfallen. Das senkt die Stromkosten, reduziert den CO₂-Ausstoß und ist schonender für das Raumklima als die trockene Kaltluft aus der Klimaanlage. Lange erklärt abschließend: „Besonders in Zeiten hoher Energiepreise und zunehmender Hitzetage durch den Klimawandel ist ein durchdachter Sonnenschutz eine nachhaltige Lösung für mehr Wohnkomfort und Energieeffizienz.“

Fördertipp:

Sonnenschutzsysteme – auch smart gesteuerte Systeme – können staatlich gefördert werden. Hilfreich bei der Suche nach der richtigen Maßnahme ist der VFF-Fördermittel-Assistent. Er zeigt mögliche Programme für das Objekt auf und hilft, die Antragsstellung vorzubereiten. So lassen sich finanzielle Vorteile optimal nutzen und die Investitionskosten reduzieren.

Bild 1: Raffstores & Co sorgen für angenehme Innentemperaturen auch bei Sommerhitze. Foto: WAREMA

Bild 2: Eine Kombination von Raffstoren und Markisen hält diesen Wintergarten im Sommer kühl. Foto: WAREMA

Bild 3: Außenliegender Sonnenschutz hält bis zu 90 Prozent der Wärme von den Innenräumen ab. Foto: WAREMA

Kontakt Fachpresse

Dr. Peter Christian Lang
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