27. Januar 2026
Endkundenpresse

Hausbautipp: Mit Montagezargen Zeit, Kosten und Ärger sparen

Fenster müssen heute weit mehr leisten als gute Wärmedämmung und hohe Sicherheitsstandards zu erfüllen. Sie sollen sich auch sicher einbauen und später unkompliziert austauschen lassen. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Montageart. Der Verband Fenster + Fassade (VFF) erläutert, warum der zweistufige Einbau mit einer Montagezarge Bauherren sowohl während der Bauphase als auch Jahre später noch klare Vorteile bietet.

Das Prinzip der Montagezarge ist einfach erklärt: Bei diesem Montagetyp besteht das Fenster aus zwei Komponenten: der Zarge, auch Blindstock genannt, und dem eigentlichen Fenster. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass nur die Montagezarge fest in der Wand verankert wird. Der Fensterrahmen hingegen wird erst in einem zweiten Schritt in diese Zarge eingesetzt und mit ihr verschraubt. Diese Art der Konstruktion bietet zahlreiche Vorteile.

Schutz vor Bauschäden von Anfang an

Der erste Vorteil der Montagezarge zeigt sich bereits während der Bauphase. Üblicherweise werden Fenster sehr früh eingebaut, nämlich in der sogenannten „nassen Bauphase“, wenn noch Putz- und Estricharbeiten durchgeführt werden. Dabei kommt es häufig zu Beschädigungen an den Fenstern. Montagezargen schaffen hier Abhilfe. Sie wird in dieser Bauetappe inklusive aller Bauanschlüsse fest in der Wand verankert. Aber erst in der anschließenden „trockenen Phase“, wenn Putz-, Estrich- und andere schmutzige Arbeiten abgeschlossen sind, werden die eigentlichen Fenster in die Zarge verschraubt. Da die Fenster so erst gegen Ende der Bauzeit eingebaut werden, sind zudem Änderungen bei Farbe und Gestaltung der Fenster noch möglich.

Mehr Planungssicherheit auf der Baustelle

Auf den ersten Blick wirkt die Montage in zwei Schritten aufwendiger, da der Fenstermonteur ein weiteres Mal auf die Baustelle fahren muss. Doch der zweistufige Fenstereinbau überzeugt durch deutlich höhere Planungssicherheit. Aufwand und Kosten für Koordination, den Schutz bereits erbrachter Leistungen sowie den Einsatz der Monteure lassen sich wesentlich einfacher planen und zuverlässig kalkulieren. Das spart am Ende Zeit, Geld und Nerven.

Fenstertausch schneller und günstiger

Der dritte Vorteil der Montagezarge zeigt sich langfristig. Denn jedes Fenster wird irgendwann durch ein neues ersetzt. In der Regel geschieht dies aus technischer Sicht nach rund 50 Jahren, häufig jedoch deutlich früher. Der Wunsch nach anderen Materialien, einer neuen Fensteraufteilung, einer anderen Öffnungsart oder verbesserten Funktionen wie Schall- oder Einbruchschutz kann bei Fenstern mit Montagezarge deutlich schneller und kostengünstiger umgesetzt werden: Der Fensterrahmen wird einfach ausgeschraubt und durch ein neues Modell ersetzt. Aufwendige Eingriffe in Mauerwerk und Laibung entfallen. Insgesamt dauert ein solcher Fenstertausch nicht einmal 30 Minuten, versucht keinen Lärm und auch keinen Schmutz.

Eine Investition, die sich langfristig auszahlt

VFF-Geschäftsführer Frank Lange fasst zusammen: „Der zweistufige Einbau mit Montagezargen ist zunächst etwas aufwendiger als herkömmliche Verfahren. Berücksichtigt man aber die Vorteile während der Bauphase wie eine flexiblere Bauplanung und den besseren Schutz der Bauelemente sowie die Vorteile beim späteren Fenstertausch mit weniger Lärm, Schmutz und geringeren Kosten, wird deutlich, dass Bauherren diese Aspekte bei ihrer Entscheidung für eine zweistufige Montage unbedingt mit einbeziehen sollten.

Expertentipp:

Weitere Informationen zum zweistufigen Fenstereinbau bietet die kostenlose ift-Fachinformation MO-06/1. Sie erklärt verständlich, worauf es bei Planung und Ausführung mit Vorab-Montagezargen ankommt, und gibt praktische Tipps für Bauherren und Fachbetriebe. Mehr unter: https://www.ift-rosenh...ntagezarge

Für den Einbau oder Tausch von Fenstern stehen staatliche Förderprogramme von Bund, Ländern und Gemeinden zur Verfügung. Welche Programme für welche Immobilie infrage kommen, zeigt schnell und zuverlässig der kostenlose VFF-Fördermittel-Assistent. Zusätzlich bietet eine separate Herstellersuche die Möglichkeit, gezielt Fachbetriebe im eigenen Umkreis zu finden.

Kontakt Fachpresse

Pantea Khaledpour
Verband Fenster + Fassade
Walter-Kolb-Str. 1-7
60594 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 955054-32
Fax.: (069) 955054-11
E-Mail: pr@window.de

Kontakt Endkundenpresse

HDH e.V.
Chausseestraße 99
10115 Berlin
Tel.: 0151-25006883
E-Mail: presse@holzindustrie.de
Zum Inhalt springen