Frankfurt am Main, 10. September 2026. Der Verband Fenster + Fassade (VFF) greift Unsicherheiten und Fragen zur Umsetzung der EmpCo-Richtlinie auf: Am 14. Oktober 2026 um 9.00 Uhr findet das Webinar „Green Claims unter der Lupe – Was die neue EmpCo-Richtlinie für Hersteller von Fenstern und Fassaden bedeutet“ statt. Referent ist Malte Gebler, Projektleiter bei der Bremer Agentur Attentus. Die Teilnahme ist für VFF-Mitglieder kostenfrei.
Ab dem 27. September 2026 gelten in Deutschland neue Regeln für umweltbezogene Werbeaussagen („Greenwashing“). Die Umsetzung der europäischen EmpCo-Richtlinie (EmpCo = Empowering Consumers for the Green Transition) verschärft den Schutz vor irreführender Umweltwerbung und sieht bei Verstößen Bußgelder von bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes vor. Aussagen wie „klimafreundlich“, „CO₂-reduziert“ oder „nachhaltig“ müssen konkret eingeordnet und belastbar belegt werden; allgemeine Umweltversprechen unterliegen besonderen Einschränkungen. Unternehmen sollten ihre Kommunikation deshalb bereits zum gesetzlichen Stichtag überprüfen und erforderliche Anpassungen vornehmen.
Fragen aus der Unternehmenspraxis aufgreifen
Das Webinar gibt Herstellern und Anbietern von Fenstern, Fassaden und Bauelementen einen praxisnahen Überblick über die Anforderungen an ihre Nachhaltigkeitskommunikation. Eine Bestandsaufnahme zu Green Claims in der Branche schafft Orientierung: Welche Aussagen sind ausreichend konkret? Worauf beziehen sie sich? Welche Nachweise tragen Angaben zu Energieeffizienz, Recyclinganteilen oder reduzierten CO₂-Emissionen? Ziel ist es, typische Unsicherheiten aufzugreifen und den Handlungsbedarf für die eigene Kommunikation besser einordnen zu können.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Einordnung von B2C- und B2B-Kommunikation. Die neuen EmpCo-Vorgaben zielen auf den Verbraucherschutz. Für die betriebliche Praxis stellt sich zugleich die Frage, wie mit Produktinformationen und Werbematerialien umzugehen ist, die Hersteller ihren Händlern zur Verfügung stellen und die von diesen gegenüber privaten Endkunden eingesetzt werden. Das Webinar greift diese Schnittstelle auf.
Belastbare Nachweise statt pauschaler Versprechen
Das Webinar zeigt, wie belastbare und anerkannte Nachweise eine glaubwürdige Kommunikation ökologischer Produktvorteile unterstützen können. Die Branche verfügt bereits über entsprechende Grundlagen. Umweltproduktdeklarationen (EPDs) können beispielsweise fachliche Daten liefern; sie machen eine Werbeaussage jedoch nicht automatisch zulässig. Entscheidend bleibt, ob die enthaltenen Informationen die konkrete Aussage tragen. Nachweisbare Produkteigenschaften müssen verständlich vermittelt werden, ohne daraus pauschale Nachhaltigkeitsversprechen abzuleiten.
Kompakter Online-Termin mit Praxisbezug
Das 20-minütige Webinar findet am 14. Oktober 2026 um 9.00 Uhr online über Zoom statt. Es richtet sich insbesondere an Unternehmensleitungen sowie Verantwortliche aus Marketing, Vertrieb, Produktmanagement und Nachhaltigkeit. Malte Gebler, Projektleiter bei attentus, vermittelt praxisnahe Hinweise für die Anpassung der Umweltkommunikation an die neuen Anforderungen.
Bild: QR-Code „KurzwebinarEmpCO“: Hier finden Sie alle Informationen zum EmpCo-Kurzwebinar und kommen Sie auch zur Anmeldung.
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Dr. Peter Christian Lang
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