8. Juli 2026
Endkundenpresse

Freie Bahn im eigenen Zuhause: So bleibt das Wohnen im Alter komfortabel und sicher

Frankfurt am Main, 08.07.2026. Viele Menschen möchten ihren Ruhestand möglichst in den eigenen, liebgewonnen vier Wänden erleben. Damit das gelingt, sollte das Zuhause frühzeitig auf Stolperfallen und Hindernisse geprüft werden. Besonders wichtig sind dabei die Übergänge an Haus-, Terrassen- und Balkontüren. Denn schon kleine Schwellen können im Alltag zum Hindernis werden. Worauf Eigentümerinnen und Eigentümer achten sollten, erklärt der Verband Fenster + Fassade (VFF).

„Gesundheit schätzt man erst, wenn man sie verloren hat“, sagt das Sprichwort. Und so geht es auch mit dem eigenen Zuhause. Solange man jung und fit ist, werden kleine Hindernisse im Alltag kaum wahrgenommen. Doch wenn die Beweglichkeit nachlässt oder ein Rollator beziehungsweise Rollstuhl benötigt wird, kann die Türschwelle, häufig nur 2 Zentimeter hoch, zur Herausforderung werden. Die Unebenheit zu überwinden, kostet Kraft und wenn sich die Hartgummiräder der Gehhilfe plötzlich verhaken, kann es sogar zu Stürzen kommen. Deshalb empfiehlt der VFF, Barrierefreiheit nicht erst dann mitzudenken, wenn sie dringend gebraucht wird. „Wer baut, saniert oder Fenster und Türen austauscht, sollte Schwellen und Übergänge immer gleich mitprüfen lassen“, so Frank Lange, Geschäftsführer des VFF. „Das erhöht nicht nur die Sicherheit im Alter, sondern auch den Wohnkomfort für alle Generationen.“

Stolperfallen entschärfen

Ein guter erster Schritt ist die Beseitigung typischer Stolperfallen. Lose Teppiche, hochstehende Teppichkanten oder frei verlegte Kabel erhöhen das Sturzrisiko erheblich. Sie sollten entfernt, befestigt oder durch flache, rutschhemmende Alternativen ersetzt werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen zudem Schwellen und Absätze. Lange erklärt: „Um freie Bahn zu schaffen, muss jeder Übergang leicht überrollbar sein. Das heißt, harte Kanten, Fugen oder ungeeignete Schienen, die beim Überfahren Vibrationen und Schmerzen in den Gelenken verursachen oder die Räder der Gehhilfe blockieren, müssen konsequent vermieden werden.“

Ideal sind niveaugleiche Übergänge ohne Höhenunterschiede. In vielen Fällen kann ein Fachbetrieb innerhalb weniger Stunden eine niveaugleiche Lösung herstellen. Ist eine Schwelle nicht zu vermeiden, sollte sie nicht höher als einen Zentimeter sein und das Hindernis möglichst abgerundet oder angeschrägt werden. Der Grund: „Es kostet viel weniger Kraft mit Rollator oder Rollstuhl über eine abgerundete Schwelle zu fahren als über eine eckige Schwelle gleicher Höhe. Außerdem sinkt die Gefahr, an der Schwelle hängen zu bleiben“, erklärt Lange.

Terrassen- und Balkontüren sorgfältig planen

Besonders bei Terrassen- und Balkontüren ist eine fachgerechte Planung wichtig. Wird die Schwelle abgesenkt oder ganz entfernt, muss gleichzeitig sichergestellt werden, dass kein Regenwasser ins Haus gelangt. Je nach Gebäude und Wetterseite können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein. Dazu gehören zum Beispiel eine Entwässerungsrinne vor der Tür, ein ausreichendes Gefälle vom Haus weg, ein Vordach, ein geschützter Einbauort, geeignete Bodenbeläge im Außenbereich sowie ein fachgerechter Anschluss an die Bauwerksabdichtung. Auch die seitlichen Anschlüsse der Tür müssen dauerhaft dicht ausgeführt werden.

„Deshalb sollte die Planung frühzeitig mit einem qualifizierten Fachbetrieb erfolgen“, rät Lange. „Der Fachbetrieb kann beurteilen, welche Schwellenlösung technisch sinnvoll ist, welche Abdichtungsmaßnahmen notwendig sind und ob zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Rinne oder Vordach erforderlich werden.“

Fördermittel nutzen

Für barrierearme Umbauten können Förderprogramme in Frage kommen. Wichtig ist: Fördermittel müssen in der Regel beantragt werden, bevor Aufträge verbindlich vergeben werden. Eigentümerinnen und Eigentümer sollten sich deshalb frühzeitig informieren und die Förderfähigkeit mit dem Fachbetrieb oder einer Beratungsstelle klären.

Eine erste Orientierung bietet das Wissensportal „Fenster können mehr“. Dort finden Interessierte Informationen rund um moderne Fenster und Türen, Hinweise zu möglichen Fördermitteln sowie Unterstützung bei der Suche nach qualifizierten Fachbetrieben in der Nähe.

Foto 1: Ebene Übergänge erhöhen den Wohnkomfort für alle Generationen. Foto: ALUMAT
Foto 2: Ideal sind niveaugleiche Übergänge ohne Höhenunterschiede. Foto: ALUMAT

Kontakt Fachpresse

Dr. Peter Christian Lang
Verband Fenster + Fassade
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