Frankfurt am Main, 26. März 2026. Der Austausch energetisch veralteter Fenster leistet einen messbaren und wirksamen Beitrag zur Senkung von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen im Gebäudebestand. Dies zeigt eine aktuelle Analyse des ift Rosenheim im Auftrag des Verbands Fenster + Fassade (VFF) zum Austausch von Bestandsfenstern in Wohngebäuden, die die Herstellung, den Einbau und die Nutzung moderner Fenster hinsichtlich Energie- und CO2 Einsparung umfassend bewertet. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Gebäudehülle als zentralen Baustein für mehr Energieeffizienz und das Erreichen der Klimaziele im Gebäudebestand
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung sind die kurzen Amortisationszeiten: Die CO₂-Emissionen, die bei Herstellung und Einbau neuer Fenster entstehen, werden in der Regel bereits nach ein bis fünf Jahren durch Einsparungen im Gebäudebetrieb ausgeglichen. Die energetische Amortisation liegt je nach Energieträger und Ausgangssituation typischerweise im Bereich von zwei bis elf Jahren.
Im Detail zeigen sich dabei Unterschiede je nach Heizsystem: Bei Gebäuden mit Erdgas- oder Ölheizung erfolgt die energetische Amortisation häufig bereits nach etwa zwei bis vier Jahren, während sie bei Fernwärme bei etwa vier bis sieben Jahren und bei Wärmepumpen bei rund sechs bis elf Jahren liegt. Die CO₂-Amortisation wird in vielen Fällen noch schneller erreicht, insbesondere bei fossilen Energieträgern oft bereits innerhalb von ein bis drei Jahren.
Die Untersuchung bezieht sich gezielt auf den Austausch energetisch schlechter Bestandsfenster – insbesondere Fenster mit Einfachglas, Verbund- und Kastenfenster sowie Fenster mit älteren Isoliergläsern. In diesen Fällen sind die Einsparpotenziale besonders hoch: Beim Austausch von Fenstern mit Einfachglas können beispielsweise Heizwärmeeinsparungen von rund 270 bis 290 kWh pro Quadratmeter und Jahr erzielt werden.
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass moderne Fenster unabhängig vom eingesetzten Heizsystem zur Einsparung an Treibhausgasemissionen beitragen. Die absolute CO₂-Minderung fällt je nach Energieträger allerdings unterschiedlich aus – besonders hoch ist sie bei emissionsintensiven Energieträgern wie Heizöl und Erdgas, geringer bei bereits emissionsarmen Systemen wie Wärmepumpen oder Holzheizungen. Die grundsätzliche positive Wirkung des Fenstertauschs bleibt jedoch in allen Fällen bestehen.
Auch der Vergleich zwischen Fenstern mit 2-fach- und 3-fach-Wärmedämmglas zeigt ein klares Bild: Beide Varianten amortisieren sich in kurzen Zeiträumen. 3-fach-Isoliergläser verursachen zwar einen leicht höheren Herstellungsaufwand, ermöglichen jedoch zusätzliche Energieeinsparungen über die Nutzungsdauer.
Wichtig ist eine differenzierte Betrachtung des Gebäudebestands: Die Ergebnisse gelten für den Austausch energetisch veralteter Fenster. Für modernere Bestandsfenster ist in der Regel eine Nutzung bis zum technischen Lebensende sinnvoll.
Über die angenommene Lebensdauer von 50 Jahren ergibt sich insgesamt eine deutlich positive Bilanz: Die eingesparten Energiemengen und vermiedenen Treibhausgasemissionen übersteigen die Aufwendungen für Herstellung und Einbau der neuen Fenster um ein Vielfaches „Die Studie zeigt klar: Der Austausch alter Fenster ist eine effiziente Maßnahme mit schneller Wirkung. Die Investition rechnet sich energetisch und ökologisch bereits nach wenigen Jahren“, so Frank Lange, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade.
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Vorstand: Helmut Meeth, Arnd Brinkmann | Geschäftsführung: Frank Lange, Frank Koos
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